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27.09.2026 |

Nach dem furiosen Saisonauftakt musste die Mannschaft von Trainer Stefan Zeller am vergangenen Spieltag den ersten Dämpfer hinnehmen. Gegen die Stuttgarter Kickers – einen etablierten Konkurrenten der 2. Bundesliga – setzte es eine 1:4-Niederlage. Zwar fiel das Ergebnis am Ende zu hoch aus, doch die drei Punkte nahmen die Schwaben schlussendlich verdient mit.

Im Vergleich zur Vorwoche, als man den Top-Favoriten SC Frankfurt 80 mit mitreißendem Powerhockey von Beginn an überrollen konnte, zeigte das Team diesmal ein ganz anderes Gesicht. Gegen die Stuttgarter, die sich in der Vorsaison erst am letzten Spieltag hauchdünn den Klassenerhalt sicherten, fehlte in der ersten Halbzeit die nötige Dynamik. Zwar war das eigene Aufbauspiel durchaus ansehnlich – allerdings nur bis zum gegnerischen Schusskreis. Im Offensivspiel gelang es kaum, gefährliche Abschlusssituationen zu kreieren, weil man sich immer wieder in der gut gestaffelten Stuttgarter Defensive verfing. Ganz anders der Gegner: Die Kickers präsentierten sich im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert – nicht zuletzt dank Rückkehrer Sten Brandenstein. Der Antreiber, der Stuttgart in der vergangenen Spielzeit spürbar gefehlt hatte, unterstrich seine Bedeutung für das Spiel der Gäste mit dem Führungstreffer zum 1:0. Die Schwaben zeigten sich im ersten Durchgang extrem effizient und nutzten ihre zwei Chancen eiskalt zur 2:0-Halbzeitführung.

Wer nach dem Seitenwechsel und den Korrekturen in der Halbzeitpause auf die große Wende gehofft hatte, sah sich zunächst getäuscht. Zwar war das Bemühen, das Spiel zu drehen, der Mannschaft keineswegs abzusprechen, doch in den entscheidenden Aktionen fehlte es weiterhin an der letzten Durchschlagskraft. Einen Funken Hoffnung gab es noch einmal, als Samuel Ely (leider zu spät) den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte und sein Team wieder heranbrachte. Die Freude währte jedoch nur kurz: Die Stuttgarter Kickers nutzten ihre Chancen weiterhin äußerst effektiv und antworteten nur fünf Minuten danach mit zwei weiteren Treffern zum 1:4-Endstand.

Ein ernüchternder Nachmittag, der jedoch wichtige Erkenntnisse liefert. Das Ergebnis fällt gemessen am Spielverlauf sicherlich etwas zu hoch aus, die Niederlage an sich geht jedoch in Ordnung. In dieser extrem engen 2. Bundesliga reicht eine Leistung unterhalb der 100 Prozent schlichtweg nicht aus, um Punkte mitzunehmen. Nun gilt es, die richtigen Lehren aus der Partie zu ziehen, um im nächsten Spiel wieder die gewohnte Leistungsstärke abzurufen. Die wird im nächsten Spiel gegen die Zehlendorfer Wespen auch dringend nötig sein.