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13.09.2026 |

Wiesbadener THC – ASV München 5:3 (3:2)

Was für ein Auftakt in die neue Saison! Gleich zum Start wartete mit dem Aufsteiger ein Gegner, der eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass er über reichlich Qualität verfügt. Und der WTHC bekam das zunächst schmerzhaft zu spüren: Nach zehn Minuten lagen die Wiesbadener mit 0:2 zurück. Dabei hatte die Partie durchaus vielversprechend begonnen, doch die ersten guten Möglichkeiten wollten einfach nicht ins Tor. Doch statt sich vom frühen Rückstand aus dem Rhythmus bringen zu lassen, zeigte die Mannschaft eine ihrer großen Stärken: Ruhe bewahren, an den eigenen Plan glauben und weiter machen.

Die Jungs fanden immer besser in die Partie und leiteten innerhalb von nur drei Minuten die Wende ein. Joel Correia und Simon Busch Torio trafen und stellten den Spielstand noch vor der ersten Viertelpause auf 2:2. Und damit war der WTHC endgültig angekommen. Die Mannschaft erhöhte den Druck, blieb dran und wurde für ihren Einsatz belohnt. Leon Lindemann sorgte für die erste Wiesbadener Führung – die Partie war gedreht. Allerdings versäumte man es anschließend, den Aufsteiger endgültig abzuschütteln. Trotz einer Großchance zu Beginn der zweiten Hälfte gelang es nicht, den Druck dauerhaft hochzuhalten und frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Folge: Der Gegner kam zurück und erzielte den Ausgleich zum 3:3. Plötzlich war wieder Spannung pur angesagt.

Doch auch diesmal blieben unsere Jungs cool. Die Mannschaft arbeitete weiter, suchte die Entscheidung und bekam sie schließlich: Nico Rothengatter brachte den WTHC mit einem Eckentor erneut in Front. Jetzt war der Wille zum Auftaktsieg endgültig spürbar. Und dann kam Leon Lindemann! Eine Minute vor dem Ende machte er mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf. 5:3 – die ersten drei Punkte der neuen Saison waren gesichert. Der Jubel über den gelungenen Auftakt war entsprechend groß.

Trainer Stefan Zeller zeigte sich nach der Partie zufrieden und wertete den Sieg als verdient und wichtigen Start in die neue Saison. Gleichzeitig weiß der Coach, dass seine Mannschaft noch Luft nach oben hat. Gerade beim Abschluss und im Defensivverhalten gibt es mit Blick auf die nächsten Aufgaben noch einiges zu verbessern.

Denn lange Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Am kommenden Doppelwochenende geht es zunächst nach Frankenthal, bevor mit dem SC Frankfurt 80 der Topfavorit und Absteiger aus der 1. Bundesliga wartet.  Die erste Hürde ist genommen. Und vor allem eines hat dieser Auftakt gezeigt: Diese Mannschaft kann mit Rückschlägen umgehen, bleibt ruhig und glaubt an sich. Ein 0:2 drehen und am Ende 5:3 gewinnen – besser kann man eine neue Saison kaum beginnen.

Fotos: Quentin Appleby