06.10.2026 |
Kann man trotz einer Niederlage zufrieden sein? Trainer Stefan Zeller beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja. Denn trotz der 3:5-Heimniederlage lieferte die Mannschaft im Gegensatz zum Wochenende zuvor eine leidenschaftliche und spielerisch überzeugende Partiegegen den Topfavoriten und Tabellenführer aus Berlin.
Das Heimteam zeigte von Beginn an einen mutigen Auftritt. Erstmalig gelang es, gegen die Berliner Wespen früh in Führung zu gehen: Niels Dreier belohnte den starken Beginn mit dem 1:0. Zwar drehte der Favorit im weiteren Verlauf mit enormer spielerischer Klasse das Match auf 1:4 – begünstigt durch eine bessere Eckenausbeute sowie einen Doppelschlag während einer unglücklichen Gelbphase der Gastgeber –, doch von Aufgeben war aufseiten der Zeller-Elf keine Spur.
Mit vorbildlicher Moral und unermüdlichem Offensivdrang kämpfte sich das Team zurück. Kaspar von Klocke verkürzte auf 2:4, ehe Benedict Lieb mit dem Treffer zum 3:5 den Schlusspunkt in einer hochintensiven Begegnung setzte. Insgesamt drei Tore gegen die beste Defensive der Liga sprechen eine deutliche Sprache: Die Mannschaft hat sich beim Spitzenreiter erheblichen Respekt verschafft und ihn bis zur letzten Minute voll gefordert.
Am Ende entschieden Nuancen und die Kaltschnäuzigkeit des Favoriten, keineswegs ein schlechter Auftritt unserer Mannschaft. Trainer Stefan Zeller sah folgerichtig eine Reihe sehr positiver Ansätze. Mit diesem Rückenwind und der gezeigten Moral blickt das Team optimistisch auf das anstehende Doppelwochenende in Berlin (gegen Blau-Weiss Berlin und TuS Lichterfelde), um dort genau an diese Leistung anzuknüpfen und sich mit Punkten zu belohnen.