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19.05.2026 |

Nach dem sensationellen Erfolg gegen den Berliner HC durfte man gespannt sein, wie die Mannschaft von Trainer Stefan Zeller das schwere Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten HC Ludwigsburg angehen würde. Der Start verlief dabei zunächst ganz nach Maß: Bereits nach sieben Minuten lag das Team mit 2:0 in Führung. Nico Rothengatter eröffnete den Torreigen, ehe Simon Busch Torio per Siebenmeter nachlegte.

Doch die frühe Führung wirkte im weiteren Spielverlauf eher lähmend als befreiend. Unerklärlicherweise ließ die Mannschaft im Anschluss nahezu alles vermissen, was sie noch eine Woche zuvor ausgezeichnet hatte. Fehlende Zielstrebigkeit im Spielaufbau, zu wenig Dynamik sowie mangelnde Konsequenz in den Zweikämpfen erinnerten phasenweise an die schwache Vorstellung gegen Frankenthal. Der Gastgeber erkannte die Unsicherheiten schnell, gewann zunehmend die Kontrolle über die Partie und schöpfte daraus sichtbar Selbstvertrauen.

Noch vor der Halbzeit gelang dem HC Ludwigsburg der Anschlusstreffer zum 1:2. Auch nach dem Seitenwechsel fand das Team von Stefan Zeller nicht zurück zu seiner Linie, sodass die Gastgeber die Begegnung folgerichtig drehten und mit 3:2 in Führung gingen. Zwar konnte Nico Rothengatter mit seinem zweiten Treffer noch einmal ausgleichen und kurzzeitig keimte die Hoffnung auf eine Wende auf, doch drei Minuten vor dem Ende nutzte Ludwigsburg eine Kurze Ecke zur erneuten Führung.

Auch die Herausnahme des Torwarts in der Schlussphase brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg, sodass es letztlich bei der bitteren Auswärtsniederlage blieb.

Bis zum nächsten Spieltag bleibt nun ausreichend Zeit, die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen. Vor dem anstehenden Doppelwochenende Anfang Juni mit den Auswärtsspielen beim TC Blau-Weiss Berlin und dem Cöthener HC wird es für Trainer Stefan Zeller vor allem darum gehen, die mentale Stabilität seines technisch, konditionell und taktisch hervorragend ausgebildeten jungen Teams weiter zu stärken.

Tore: 0:1 Nico Rothengatter, 0:2 Bennet Nobereit, 1:2 Laurits Jehle, 2:2 Caspar Stengler, 3:2 Matthias Schurig, 3:3 Nico Rothengatter, 4:3 Julius Pölz