Zunächst das Positive: Trotz der beiden Niederlagen am Doppelwochenende gegen RK Rüsselsheim (5:10) und den 1. Hanauer THC (4:6) ist der Klassenerhalt gesichert.
Unsere 1. Herren werden auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen. Bereits vor dem letzten Spieltag ist der Verbleib in der Liga uneinholbar gesichert, sodass das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen Schlusslicht Nürnberger HTC ohne tabellarischen Druck bestritten werden kann.
Das vergangene Wochenende hinterlässt dennoch einen bitteren Beigeschmack. Gegen zwei Mannschaften, die beide noch mitten im Abstiegskampf standen, gelang es nicht, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen. Besonders am Samstag agierte das Team über weite Strecken zu behäbig und fehleranfällig. Im Defensivverhalten fehlte es an Konsequenz und Klarheit, einfache Ballverluste luden den Gegner immer wieder zu Kontern ein. Statt selbst das Spiel zu kontrollieren, lief man permanent einem Rückstand hinterher und fand zu keinem Zeitpunkt einen stabilen Rhythmus.
Am Sonntag zeigte die Mannschaft zunächst ein verbessertes Gesicht. Mit mehr Druck und höherer Intensität ging man verdient in Führung, versäumte es jedoch, diese Phase zu nutzen. „In dieser Phase hätten wir bei konsequenterer Nutzung unserer Chancen das Spiel früh entscheiden können“, stellte Trainer Stefan Zeller treffend fest. Das Auslassen klarer Möglichkeiten hielt den Gegner im Spiel und sorgte dafür, dass die Partie bis zum Ende offen blieb.
Der späte Versuch, mit einem sechsten Feldspieler doch noch die minimale Aufstiegschance zu wahren, blieb letztlich erfolglos und besiegelte das Ende des Traums von der 1. Bundesliga. Innerhalb eines Wochenendes wurde deutlich, dass es in entscheidenden Phasen an der nötigen Konsequenz, Abgeklärtheit und Durchschlagskraft fehlte.
Unterm Strich steht ein gesicherter Klassenerhalt, der als Erfolg zu werten ist. Gleichzeitig bleibt die Erkenntnis, dass in dieser Saison mehr möglich gewesen wäre. Daraus gilt es, klare Lehren zu ziehen. Glückwunsch an die TG Frankenthal, die sich den Aufstieg verdient sichern konnte.